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Zum Bericht im TV und SWR am 21.03.2015
Ich bin verwundert über die erneute und voreilige Aussage der Staatsanwaltschaft zu dem tragischen Tod von Yannick Heck aus Winterspelt
Diese Aussage ist voller Widersprüche. In der fetten Überschrift wird behauptet, der 18-jährige hatte viel Alkohol im Blut. Das hatten vermutlich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Karnevalsumzüge. Die Staatsanwaltschaft behauptet dann, dass der Tod "möglicherweise" auf eine Alkoholvergiftung zurückzuführen sei um dann zuzugeben, dass die toxikologischen Untersuchungen aber noch nicht abgeschlossen sind.
1.) Wieso wartet man nicht das Ergebnis der toxikologische Untersuchung ab und erspart so den Angehörigen diese „Alkohol-Schublade“?
2.) Hätte man Zeugen aus dem Umfeld der am Umzug beteiligten Jugend befragt, hätte man begriffen, dass nicht Alkohol allein ursächlich für den Tod von Yannick Heck war, sondern eine Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen besonders gefährlich ist.
3.) Bei Veranstaltungen an Karneval ist es sehr gefährlich für Patienten mit Erkrankungen, die einem Vollrausch ähneln, medizinische Hilfe zu suchen – man wird sehr schnell als stark alkoholisiert abgestempelt und lebensrettende Maßnahmen finden keine Anwendung.
4.) Erst jetzt beginnt man damit, mögliche Zeugen zu befragen, nachdem in der Öffentlichkeit Druck aufgebaut wurde !

Ein Polizeibeamter aus Köln sagte mir, dass man in NRW bereits beim Verdacht auf K.O. Tropfen Ermittlungen einleiten würde. Sehr verwundert war er über die Aussage von Polizei und Staatsanwaltschaft, dass es sich beim Tod von Yannick Heck nur um Alkoholmissbrauch handele.
Ihm sei kein Fall bekannt, wo jemand nur durch einen Promillewert von 1,6 verstorben sei. Immer seien zusätzlich Giftstoffe im Spiel gewesen.
In Belgien warnt mittlerweile die Polizei vor diesen Giften und nimmt diese Vorfälle ernst:

Ostbelgische Polizeizone Eifel warnt vor K.O.-Tropfen
St. Vith/B. (red/boß) K.O.-Tropfen - die Gefahr lauert im Glas. Vorsicht, in letzter Zeit sind mehrere Verdachtsfälle auf den Missbrauch sogenannter K.O.-Tropfen bei der Polizei gemeldet worden.
Es sind Drogen, die einer anderen Person ohne deren Wissen und Einverständnis verabreicht werden, um sie handlungsunfähig, hilflos oder willenlos zu machen. Dabei kann es sich um Medikamente, Narkose- und Beruhigungsmittel oder eine sogenannte Partydroge wie GHB oder GBL handeln.
K.O.-Tropfen sind zumeist farb- und geruchlos. Der eicht salzige oder seifenartige Geschmack wird durch die Aromen in Getränken oft überdeckt.
Die Verabreichung ist insbesondere in Diskotheken, Cafés oder auf Partys möglich.
Wie wirken K.O.-Tropfen?
Die Wirkung ist abhängig von der Verfassung des Opfers und der Dosierung. Besonders gefährlich ist eine Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen.
Nach anfänglicher Entspannung, Enthemmung und allgemeiner Stimulierung folgen Übelkeit und Schwindel. Der Täter nutzt diese Situation oftmals, um Straftaten an dem Opfer - meist Sexualstraftaten oder Raub - zu verüben.
Hier einige Tipps zum Schutz vor K.O.-Tropfen:
• Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen lassen
• Keine offenen Getränke von Unbekannten annehmen
• Getränke bei der Bedienung selbst bestellen und entgegennehmen
• Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen
• Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen
• Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe und verständigen das Personal
• Anzeige bei der Polizei erstatten

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Hubert Tautges - Bürgermeister - Gemeinde Winterspelt

Offener Brief zu den tragischen Ereignissen an Karneval

Traurig, fassungslos, wütend...

Traurig sind wir über den sinnlosen Tod eines jungen Menschen, der zur falschen Zeit am falschen Ort war. Er wollte, wie viele Menschen, an Karneval Freude und Spaß erleben, aber auch anderen Menschen Spaß bereiten – er war Mitglied der Winterspelter Jugend, die mit ihrem selbst gebauten Karnevalswagen an den Umzügen befreundeter Vereine teilnahmen.

Fassungslos sind wir, weil es möglich ist, dass die Menschen bei solchen und ähnlichen Veranstaltungen mittlerweile um ihre Gesundheit und wie geschehen, um ihr Leben bangen müssen.

Wütend sind wir über Zeitgenossen, die bei allen Veranstaltungen „präsent“ sind, wo viele Menschen zusammen kommen um ein schönes Ereignis gemeinsam zu feiern. Hier interessiert diese Chaoten nicht der Umzug, die Disco, das Fußballspiel, die Friedensdemo oder andere Großveranstaltungen. Ihr Ziel ist die Randale und der kriminelle Anreiz, möglichst vielen Menschen Schaden zuzufügen.

Mir wurden nach dem tragischen Todesfall und dem rechtzeitigen Auffinden einer Jugendlichen, die, so muss man vermuten, ebenfalls mit unbekannten Mitteln vergiftet wurde, von allen Umzügen unserer Region Fälle bekannt, wo Jugendliche, aber auch Erwachsene Symptome aufwiesen, die auf diese kriminellen Machenschaften zurückzuführen sind.

Traurig, fassungslos und wütend bin ich aber auch über die vielfachen Gerüchte, die regelmäßig nach tragischen Ereignissen von sogenannten Besser- und Alleswissern in Umlauf gebracht werden. Ich breche eine Lanze für alle Winterspelter Jugendlichen, dass weder Drogen, noch übermäßiger Alkoholkonsum eine Rolle spielen.

Dieses Drama ist einzig und allein auf die kriminellen Machenschaften besagter Ganoven zurückzuführen.

Sollten aber noch Bürgerinnen und Bürger einen wirklichen Beitrag zur Aufklärung, besonders hinsichtlich der Täter, leisten wollen oder können, melden sie das bitte bei der Polizei in Prüm, Tel.: 06551-9420

 
 

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